Ernährung


Akita Mitsu BARF
Mitsu

Der Akita ist grundsätzlich ein guter Futterverwerter mit oft einem empfindlichen Verdauungssystem.

Wir haben uns vor rund zwölf Jahren für die Rohfütterung entschieden, weil Mitsu immer wieder an Durchfall litt. Allen unseren Hunden bekommt diese Fütterung ausgezeichnet, und die Verdauung funktionier einwandfrei.

 

BARF (Bones And Raw Foods oder Biologisches Artgerechtes Rohes Futter) ist eine gesunde Alternative zu Fertigfutter. Hierbei versucht man möglichst, die Ernährung eines Wolfes zu imitieren. Das heisst, der Hundebesitzer stellt die Rationen aus frischen, möglichst biologischen Nahrungsmitteln selber zusammen und verfüttert sie roh.

Der Wolf ist ein Karnivor (Fleischfresser), was aber nicht heisst, dass er sich ausschliesslich von Fleisch und Knochen ernährt! Sondern auch Obst, Kräuter, Nüsse, Wurzeln und ganze Beutetiere, samt Mageninhalt (Gemüse) und Fell.

Das Verdauungssystem vom Hund ist noch identisch, mit demjenigen vom Wolf, also ist es für unsere Hunde überhaupt kein Problem rohes Fleisch und Knochen zu verdauen. Gemüse hingegen können sie nur verwerten, wenn die Zellwände zerstört sind. Das heisst nicht, dass wir es vor verdauen müssen, sondern es wird püriert.

 

Man behauptet, dass dem Akita zu viel Protein (Eiweiss) schadet. Protein kommt in tierischen, so wie auch in pflanzlichen Rohstoffen vor. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass es weniger die Mengen, sondern eher die Proteinquellen sind, die unsere Hunde belasten oder Vital machen. Tierische Proteine sind für Hunde leichter zu verdauen und viel wertvoller, als pflanzliche. Man darf nicht vergessen, dass die meisten Trockenfutter hauptsächlich aus billigem Getreide bestehen. Sojabohnen, Weizen, Mais und Getreide aus gentechnisch manipuliertem Saatgut sind ausserdem die Hauptauslöser unterschiedlichen Allergien. Oft hängt die Unverträglichkeit mit den Gluten, die in vielen Getreidesorten enthalten sind, zusammen.

 

Welpen

Die orale Toleranz verhindert, dass ein Welpe der gerade beginnt fremde Nahrung zu sich zu nehmen, allergische Reaktionen gegen diese Fremdstoffe entwickelt. Es dauert einige Tage, bis sich eine orale Toleranz zu einem neuen Nährstoff entwickelt. Wenn viel verschiedene neue Nährstoffe gleichzeitig im Verdauungssystem ankommen, wie dies bei Fertigprodukten üblich ist, umso wahrscheinlicher ist es, dass eine orale Toleranz nicht bei allen Nährstoffen erreicht wird.

Getreide wird mitunter am schlechtesten verdaut und gerade wenn unverdaute Essenspartikel im Darm resorbiert werden, stehen die Chancen eine verstärkte Immunreaktion zu provozieren besonders hoch. Das führt dazu, dass die orale Toleranz entweder gar nicht erst stattfindet oder wieder verloren geht.

Zudem werden Welpen oft zu früh entwöhnt, in einem Alter, indem sie die Fähigkeit noch gar nicht besitzen eine orale Toleranz aufzubauen.

 

Trockenfutter

Uns ist jedoch bewusst, dass nicht jeder BARFEN kann und will, deshalb gewöhnen wir die Welpen kurz vor der Abgabe auch an Trockenfutter.

Wenn man sich für Fertigfutter entscheidet, sollte man sehr auf die Qualität achten, nicht unbedingt das Teuerste ist das Beste, aber das Günstigste schon gar nicht! In den meisten Futtersorten sind nach wie vor bedenkliche Konservierungsstoffe (EG-Zusatzstoffe) wie BHA (E321), BHT (E320) und Etoxiquin enthalten. Oft enthält es zu viel Vitamin A und D. Vorsicht geboten ist beim Vitamin K, man sollte unbedingt darauf achten, dass nicht das künstliche Vitamin K3 (Menadion) verwendet wird, sondern das natürliche Vitamin K1 und K2. In der Humanmedizin, zur Verwendung von Lebensmittel, ist das Vitamin K3, wegen toxischer Risiken nicht zugelassen.

Wir haben uns für ein Trockenfutter mit hohem Fleischanteil, kaltgepresst, getreide- und glutenfrei, entschieden.

 

Quellen:
„Ernährung des Hunde“ Helmut Meyer, Jürgen Zentek
„Der Jahrtausendirrtum der Veterinärmedizin“ Klaus Dieter Kammerer
„Give Your Dog a Bone“ Dr. Ian Billinghurst
„Die Aufzucht junger Hunde nach natürlichen Methoden“ Juliette de Bairacli-Levy
„BARF Die natürliche Aufzucht von Welpen“ Swanie Simon
www.barfers.de
www.gesundehunde.com
www.meinhund.ch